Ursprünge - äthiopische und koptische Highlights

Herausragende Trouvaillen aus dem äthiopischen und koptischen Kulturraum sind als Leihgaben privater Sammlungen im Ikonenmuseum Schweiz zu bestaunen.

Als einige der wenigen letzten materiellen Zeugen der alexandrischen Kulturepoche gelten die Mumienporträts. Am Nil, auf dem Fundament der pharaonischen Kultur in Ägypten trafen sich die alten Zivilisationen der Antike.

Es muss ein äusserst fruchtbarer Boden gewesen sein mit unglaublich vielen ethnisch-religiösen Strömungen der damaligen Zeit, welche in einem friedlichen und regen Austausch sich miteinander weiterentwickelten. Die griechischen, jüdischen, ägyptischen, persischen, indischen Götterkulten verschmolzen sich zugunsten des Aufbaus eines einheitlichen Kulturimperiums namens Byzanz.

Das Koptische im Heute

Sogar für die Neuzeit lieferte Ägypten viel Stoff zum Verständnis des ursprünglichen Christentums mit den 1945-1947 in Nag-Hammadi und Qumran entdeckten Bibliotheken. Kein Zufall, dass genau in Alexandria mit dem Museum (Musenheiligtum) und der grössten Bibliothek der Antike, die «Septuaginta» ins Griechische übersetzt wurde und somit die jüdischen Religionsbücher als Fundament des Christentums eingeweiht wurden. Der Einfluss der koptischen Kunst in weiteren Länder am Nil, in Nubien und insbesondere in Äthiopien lebt weiter.

Die in der Ausstellung präsentierten koptischen und äthiopischen Kunstwerke geben Einblick in das Leben der Christen am Nil.

Kuration: Nina Gamsachurdia und Dr. Marc Philip Seidel

Eine Kooperation des Ikonenmuseum Schweiz mit dem Verein Iconarium.

Vernissage am 03.12.2023, 14.00 Uhr. Führungen 14.00 / 15.00 Uhr.
Ausstellung verlängert bis 03.11.2024.